Menschenrechte in Lateinamerika

Diese Website informiert vornehmlich über die Aktivitäten der Lateinamerika Gruppe Berlin von Amnesty International. Die Berliner Gruppe engagiert sich für Menschenrechte in verschiedenen Ländern Lateinamerikas.

Rohstoffe gewinnen, Menschenrechte verlieren? Indigener Kampf um Landrechte und Umweltschutz in Mexiko

Gespräch mit Isela González DíazLeiterin der Organisation Alianza Sierra Madre (ASMAC), Chihuahua, Mexiko

Von Bergbau, über Erdölförderung, erneuerbare Energien, Land- und Forstwirtschaft oder Infrastruktur: Bei der Umsetzung großer wirtschaftlicher Vorhaben werden in vielen Teilen der Welt die Rechte der ländlichen und gerade auch der indigenen Bevölkerung oftmals missachtet. Insbesondere in Lateinamerika ist Protest gegen Unternehmen, Politik und organisierte Kriminalität mittlerweile lebensgefährlich.

Ein Brennpunkt ist die Sierra Tarahumara im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Zahlreiche Aktivist*innen indigener Gemeinden, die ihre Landrechte verteidigen, die Umwelt schützen oder Zugang zu Wasser, Gesundheitsleistungen und Bildung fordern, wurden hier in den letzten Jahren bedroht und ermordet. Die Organisation Alianza Sierra Madre A.C. (ASMAC) kämpft an der Seite der indigenen Völker und wird dafür ebenfalls bedroht. Ob sie von der neuen mexikanischen Regierung mehr Schutz erhält bleibt unklar. Diese hat angekündigt Menschenrechtsverteidiger*innen besser schützen zu wollen, verfolgt gleichzeitig aber eine ressourcenorientierte Wirtschafts- und Energiepolitik.

Gemeinsam mit Isela González, der Leiterin von ASMAC, wollen wir darüber sprechen, was nötig ist um die aktuelle Lage zu verändern und was internationale Unterstützung bewirken kann.

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EL SALVADOR VOR DEN PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN – WAS WIRD AUS DEN MENSCHENRECHTEN?

  • Datum15. November 2018 19:00 – 21:00 Uhr
  • Referent_innenMenschenrechtsaktivistin Ana Carolina Amaya Tobar

In El Salvador regiert seit 10 Jahren die linke FMLN. Bei den Präsidentschaftswahlen im Februar 2019 stellen sich für die nächste Amtsperiode ein ultrarechter, ein rechter und ein Kandidat der FMLN zur Wahl. Welche Partei auch immer gewinnen wird – die Folgen für die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte sind gravierend. Wird die Weiterlesen

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Hände halten Herz

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.

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Wie alles begann: Ein Toast auf die Freiheit 1961

Der Amnesty-Gründer: Peter Benenson

Vor mehr als 55 Jahren zündete Peter Benenson eine Kerze an und wusste damals noch nicht, dass dies der Beginn einer weltweiten Bewegung sein sollte. In West-Deutschland gehörte Gerd Ruge zu den Gründerinnen und Gründern der deutschen Amnesty-Sektion. Im Interview erinnert er sich an die ersten Jahren. Weiterlesen